Eine Ehrung mit Symbolkraft Willy-Brandt-Medaille an zwei österreichische Freunde

Große Ehre für zwei Gäste, die längst Freunde geworden sind: Thomas Heim und Franz Mögle erhielten aus den Händen des Landtagsabgeordneten Michael Hüttner die Willy-Brandt-Medaille, die höchste Auszeichnung der Sozialdemokraten. Dazu noch eine persönliche Würdigung des SPD-Vorsitzenden Frank-Walter Steinmeier. Das Besondere: Heim ist Bürgermeister der Waldalgesheimer Partnergemeinde Ratten in der österreichischen Steiermark, Mögle sein Vorgänger als Ortsvorsitzender der SPÖ.Die Auszeichnung im AWO-Heim kam für die beiden Geehrten völlig überraschend nach dem Sonntags-Brunch. Damit werde, so Verbandsbürgermeister Franz-Josef Riediger, das jahrzehntelange Engagement der beiden Männer, die sich außerordentlich für eine ganz besondere kommunale Partnerschaft eingesetzt hätten, angemessen gewürdigt. Der VG-Chef verband mit seinem Glückwunsch die Einladung zum offiziellen Antrittsbesuch und zum Empfang in der Bingerbrücker Verwaltung.
Freundschaft sei nicht nur ein köstliches Geschenk, sondern eine dauernde Aufgabe, war Franz Mögle sichtlich gerührt und "stolz, dass ich diese Auszeichnung tragen darf". Heim bekannte, dass es in Ratten Vieles nicht gäbe, wenn sein "politischer Ziehvater" nicht so großen Wert auf Transparenz und die Partnerschaft gelegt hätte. "Wir sind wahrscheinlich die einzigen Österreicher, die diese Auszeichnung tragen", wusste der Rattener Ortschef, was da gerade geschehen war. In einer Partnerschaft wie dieser, sagte Hüttner, sei ersichtlich, dass man auch über Ländergrenzen hinweg Freunde fürs Leben gewinnen könne. Diese Verleihung habe Symbolkraft: Man lerne voneinander, Brücken abzubauen und die positiven Dinge des jeweils Anderen mitzunehmen. Dass Willy Brandt als Kanzler und Friedensnobelpreisträger durch seinen Warschauer Kniefall und die Freundschaft mit Österreichs langjährigem Regierungschef Bruno Kreisky für beide Seiten etwas Besonderes darstellt, unterstrichen sowohl Hüttner als auch Mögle.
v.l.n.r.: Katja Zimmermann, Franz Mögle, Gerhard Huber, MdL Michael Hüttner, Thomas Heim, Franz-Josef Riediger, Walter Rutz,
Ehrungen bei SPD Adventsfeier in Waldalgesheim
Jubilar Karl Dahn nebst Gattin und GratulantenDen besinnlichen Rahmen der Adventsfeier nutzte der SPD-Ortsverein Waldalgesheim/Genheim um verdiente Mitglieder zu ehren. In seiner Laudatio brachte MdL Michael Hüttner zum Ausdruck, dass es für ihn selbst eine Ehre sei, langjährigen Mitgliedern für ihre Treue und ihr Engagement Dank und Anerkennung aussprechen zu dürfen. Dies gilt in besonderem Maße für Karl Dahn, der vor 50 Jahren in die SPD eintrat, einem Zeitpunkt, an dem es in Waldalgesheim noch keinen eigenen SPD-Ortsverein gab. Diesen gründete er erst am 01. 09. 1962, gemeinsam mit sieben weiteren Genossen und wurde 1969 auch dessen 1. Vorsitzender. Darüber hinaus war er 25 Jahre Gemeinderat seiner Heimatgemeinde und war lange Jahre Schöffe am Sozialgericht und Mitbegründer der AWO Waldalgesheim/Genheim. Sein soziales Engagement bewies er auch als Mitglied im „Roten Kreuz" und seit 60 Jahren in einem Verein der sich elternlosen Kindern annimmt. Sportlich betätigte er sich als aktiver Fußballer im der SV Alemannia und war auch Mitglied des Vorstandes. Für seine großen Verdienste um die SPD überreichte Hüttner, gemeinsam mit der 1. Vorsitzenden Katja Zimmerman die Goldene Ehrennadel nebst Urkunde. Für seine besonderen Verdienste um die Sozialdemokratie wird ihm außerdem die „Willy-Brandt-Medaille", die höchste Auszeichnung die die Partei vergibt, verliehen. Aus gesundheitlichen Gründen überbrachte eine Abordnung des Ortsvereins die äußeren Zeichen der Anerkennung an die persönliche Adresse. Hierbei gratulierten auch weitere Mitglieder des Vorstandes und sprachen der Gattin des Geehrten ihren Dank für ihre Unterstützung aus.
Weiterhin wurde Uwe Hautzel für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt, für 25 Jahre Treue erhielten Helgard Koppmann und Eberhard Schmidt die Silberne Ehrennadel und für 10 Jahre Treue bedankte sich der Ortsverein bei Thomas Graffy.
mu, 06. 12. 2010
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Herrn Gerhard Huber aus Waldalgesheim
Staatssekretär Ebling überreicht die Auszeichnung.Der Bundespräsident hat auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Kurt Beck an Gerhard Huber aus Waldalgesheim das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein besonderes ehrenamtliches Engagement in Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden verliehen.
Die Auszeichnung wurde am 27. August 2010 im Rahmen einer kleinen Feierstunde durch den Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Herrn Michael Ebling, überreicht.
"Mit Gerhard Huber ehren wir einen Mann, dessen langjähriges ehrenamtliches Engagement außerordentlich groß und vielfältig ist", unterstrich Michael Ebling in seiner Laudatio.
Seit nunmehr 47 Jahren engagiert sich Gerhard Huber als Gewerkschaftsmitglied. So ist er Vertrauensmann gewesen und hat mehreren Ausschüssen der Gewerkschaft angehört, unter anderem dem Kreisjugendausschuss der ÖTV und dem Angestelltenausschuss. Ferner war er 1972 bis 1992 Mitglied im Betriebsrat der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KWM) und hat zeitweise das Amt des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden ausgeübt. Zudem engagiert sich Gerhard Huber seit 1973 als Kassierer und Geschäftsführer der Sterbe- und Wohlfahrtskasse der KMW Mainz. Im Deutschen Sterbekassenverband ist er ebenfalls Mitglied und vertritt dort die kleineren Versicherungsvereine.
Als ehrenamtlicher Sozialrichter ist Gerhard Huber nunmehr seit 23 Jahren aktiv. Für dieses Engagement hat er die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz erhalten.
Auch kommunal- und parteipolitisch engagiert sich Gerhard Huber seit vielen Jahren. So ist er seit 1984 in seiner Heimatgemeinde Waldalgesheim als Mitglied im Ortsgemeinderat aktiv, wo er von 1984 bis 1989 das Amt des 2. Beigeordneten und anschließend bis 1994 das Amt des 1. Beigeordneten ausgeübt hat. Seit 1994 ist er Fraktionssprecher seiner Partei. Das politische Engagement Gerhard Hubers beschränkt sich aber nicht nur auf seine Heimatgemeinde. Im Verbandsgemeinderat Rhein-Nahe ist er seit 1994. Zudem übte er das Amt des Ersten Beigeordneten in der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe von 1994 bis 2009 ehrenamtlich aus. Weiterhin hat er von 1989 bis 2004 dem Kreistag Mainz-Bingen angehört und ist noch heute Mitglied im Werk- und Kreisrechtsausschuss des Kreistages.
"Ich freue mich, Ihre vielseitigen Verdienste für die Gemeinschaft auf den verschiedensten Gebieten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande würdigen zu können", lobte Staatssekretär Ebling.
Im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde überbrachte Bürgermeister Franz-Josef Riediger die besten Glückwünsche zur Ehrung. "Du hast diese Auszeichnung als Zeichen der Anerkennung und Würdigung Deiner besonderen ehrenamtlichen Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen erhalten. Dein langjähriges uneigennütziges Engagement für das Gemeinwohl innerhalb und außerhalb unserer Region, wird dadurch angemessen gewürdigt. Du hast Dich in vorbildlicher Weise für Deine Heimatgemeinde Waldalgesheim, für die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, für den Landkreis Mainz-Bingen und grenzüberschreitend auch für die Partnerschaft zwischen Waldalgesheim und Ratten / Österreich eingesetzt. Neben Deinem bis heute unermüdlichen kommunalpolitischen Engagement steht ein genau so engagiertes uneigennütziges Wirken in zahlreichen Vereinen und Verbänden. Auch ich möchte Dir Dank und Anerkennung aber auch meinen Respekt für Dein großes langjähriges Engagement aussprechen", so Riediger.
Ortsbürgermeister Dr. Gerhard Hanke und Landrat Claus Schick schlossen sich mit ihren Glückwünschen stellvertretend für die Ortsgemeinde Waldalgesheim und den Landkreis Mainz-Bingen an. Auch sie würdigten das vorbildliche Engagement von Herrn Huber, das mit der Auszeichnung angemessen gewürdigt wird.
Für den SPD-Unterbezirk Mainz-Bingen überbrachte der Vorsitzende Michael Hartmann die herzlichsten Glückwünsche an Herrn Huber zur verdienten Auszeichnung.
Gerhard Huber freute sich über die Auszeichnung. Er war überwältigt von dem Zuspruch, der ihm anlässlich der Verleihung zuteil wurde. Er bedankte sich für die Auszeichnung und die Glückwünsche. Er habe sich in seinem Wirken stets von einem Leitsatz von J.F. Kennedy leiten lassen:
Frage nicht, was der Staat für Dich tut. Frage Dich, was Du für den Staat tust.
Er widmete die Auszeichnung seiner Familie, ohne deren Rücksicht und Verständnis ein solches Engagement über einen so langen Zeitraum nicht möglich gewesen wäre.
Das Bild zeigt den Geehrten, Gerhard Huber (9. von links), im Kreise seiner Familie zusammen mit Herrn Staatssekretär Michael Ebling (7. von links), Herrn Landrat Claus Schick (5. von rechts), Herrn Bürgermeister Franz-Josef Riediger (8. von rechts), Herrn Ortsbürgermeister Dr. Gerhard Hanke (rechts), den Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann (4. von rechts), den Landtagsabgeordneten Michael Hüttner (6. von links) sowie Vertreter des SPD-Ortsvereins Waldalgesheim und ehemalige Arbeitskollegen.
